reisebericht vonTanja und Claus, 11.12 – 20.12.2005
… wo sollen wir anfangen …
Als wir in Frankfurt in das Flugzeug nach Johannesburg gestiegen sind, dachten wir, dass nach den 14h Flug das Schlimmste hinter uns liegt. Doch, leider getäuscht. Es kamen ja noch 1000km mit dem Kleinbus quer durch Südafrika und Mozambique dazu. Um es vorweg zu nehmen, es war erlebnisreich. Die erste Nacht verbrachten wir „in the middle of nowhere“. Roy fuhr 50km nördlich von Maputo von der Autobahn links weg. 500m holpriger Weg, und wir waren da - im CASA LISA. Bruce gab uns einen herzlichen Empfang. Als Abendessen gab es Hähnchen mit Reis und Salat. Die Bar ließ nahezu keine Wünsche offen. In Chalets verbrachten wir unsere erste Nacht. Früh am nächsten Morgen (6:30Uhr) ging es weiter. Die Straßen wurden mit jedem Kilometer baufälliger. Mittags um 12:30Uhr war es dann geschafft. Wir hatten Tofo erreicht.
Der, noch am gleichen Nachmittag, geplante Check-Dive musste aufgrund des zu unruhigen Meers auf den nächsten Tag verschoben werden. Als Belohnung ging es gleich zum Manta Reef. Auf der Hinfahrt hatten wir auch noch das Glück, den ersten Walhai zu sichten. Leider waren wir zu langsam, oder er zu schnell. Schon der erste Tauchgang entschädigte für alles. Es gab „Close Manta encounters“. Um die Pracht der Tiere zu erfassen, reicht ein Tauchgang nicht aus. Doch wir hatten reichlich Möglichkeiten die Mantas beim Tauchen zu beobachten, denn fasst an jedem angefahrenen Riff waren Cleaning Stations. Man könnte hier Seiten mit interessanten Begegnungen schreiben …
Doch es blieb nicht allein bei den Mantas. Da gab es riesige Zackis, Leopardenhaie, Spanische Tänzerinnen, Turtles, Harlekin-Shrimps, Stachelrochen, Teufelsrochen, riesige Schmucklangusten und … Tonnen von Muränen. Diese mussten teilweise aufgrund Platzmangels (?!) in WG’s leben. Einzig der Bewuchs der Riffe ist für Ägypten Verliebte nicht so berauschend. Nur: Tofo steht für Großfischbegegnungen SATT. Und die sind auch satt … (ohne wenn und aber!!)
Die Riffe sind allesamt voll intakt und auf absolut besten Tiefen (10m bis 30m). Die Riffdächer bieten für Filmprofis mehr als genug Spots. Am Giants Castle, zum Beispiel, haben wir es trotz dreimaligen Anfahrens nicht geschafft, das Riff komplett abzutauchen, und so groß ist es wahrlich nicht (bin selbst auch Hobbyfilmer). Den Guides muss ein hohes Lob ausgestellt werden. Sie hatten immer ein wachsames Auge, sei es unter oder über Wasser. Hilfsbereitschaft war selbstverständlich. Die Brewings waren umfassend und es wurde jede Frage beantwortet. Man nahm sich einfach Zeit dafür. TOP!! Die 12 Tauchgänge vergingen wie im „Flug“. Leider.
Um unsere Unterkunft (Tofomar) kurz zu beschreiben: Es fehlte an nichts. Die Zimmer sind mit allem, was man braucht, ausgestattet, wenn man nicht unbedingt ein Fernseher braucht. Jener war nicht vorhanden. Für uns, Gott sei Dank.
Und so ging es dann zum Krüger National Park. Den Park kaum erreicht, ging es schon zur ersten Pirschfahrt. Unsere Bleibe für die Nacht war genau an der Grenze zum Park (außerhalb). Auch hier ist die Verpflegung sehr empfehlenswert. Was wir am Abend nicht bemerkten (wegen Dunkelheit), war am nächsten Tag umso schöner. Wir hatten direkte Sicht zum Park und konnten von der Terrasse aus die ersten Giraffen beobachten.
Insgesamt hatten wir fünf Pirschfahrten. Von den TOP FIVE haben wir bis auf den Leoparden alle gesehen. Für uns war es das erste Mal, diese Tiere in der freien Natur zu sehen. Die letzte Nacht verbrachten wir im Park. Dass hier am nächsten Morgen ungefähr 100 Impala-Antilopen durch die Anlage liefen, rundete das Ganze toll ab.
Alles in allem, kurz umrissen: BEEINDRUCKEND. Auch hier könnte man Romane darüber schreiben …
Fazit für alle, die große Tiere zu Land und Wasser erleben wollen: Diese Reise ist ein absolutes M U S S !!!!
Backstage: Die Organisation von Sun and Fun, sowie von Roy, Lucie und Bruno war schlichtweg super. Hier kann man wirklich von einem „Rundum sorglos Urlaub“ sprechen. Dank an allen!!
Bei uns laufen schon die ersten Planungen als „return costumer“.
31.03.2006 Tanja und Claus
Wir bedanken uns herzlich bei Tanja und Claus für Ihren sehr informativen und netten Bericht sowie die hier gezeigten Bilder !